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RTL-Chef Stephan Schmitter nutzte die ANGA COM in Köln, um erstmals öffentlich Stellung dazu zu nehmen, wie es mit den Marken RTL und Sky weitergeht. RTL hat Sky übernommen, die EU hat den Deal genehmigt. Zum 1. Juni werden die beiden Unternehmen zu einem Unternehmen. Das heißt aber nicht, dass es zum Start am 1. Juni die neue RTL-Sky-Super-App gibt. Denn die bekannten Marken bleiben erst einmal sichtbar, neue Abo-Modelle folgen später, wie Schmitter in einem Bühneninterview mit dem Gründer des Branchenmagazins DWDL, Thomas Lückerath, sagte.
Das ändert sich für dich
RTL Deutschland will Sky, WOW und RTL+ nach dem Zusammenschluss zunächst weiter getrennt führen. Stephan Schmitter, CEO von RTL Deutschland, sagt im Gespräch klar: „Wir gehen mit den Marken weiter.“ Er begründet das mit Verlässlichkeit für Kunden. Wer ein Sky-Abo nutzt, soll Sky wiederfinden. Wer WOW oder RTL+ nutzt, soll nicht plötzlich in einer neuen Markenwelt landen.
Somit ist klar: Es gibt vorerst keinen harten Schnitt. Keine neue Pflicht-App. Kein sofortiger Markenwechsel. Auch bestehende Sehgewohnheiten sollen nicht direkt auf den Kopf gestellt werden. Das bedeutet aber nicht, dass alles bleibt wie bisher. Im Hintergrund sortiert RTL das Angebot neu. Schmitter spricht von technischen Aufgaben, inhaltlichen Fragen und Plänen, die wegen kartellrechtlicher Vorgaben bisher nicht besprochen werden durften.
Anfang August wird entscheidend
Der wichtigste Termin ist Anfang August. Dann will RTL nach Angaben Schmitters erklären, „was es für neue Pakete und Möglichkeiten gibt“. Auch die Frage, was sich zum Bundesliga-Start auf den einzelnen Marken ändert, soll dann beantwortet werden.
In der Praxis heißt das: Wer Sky, WOW oder RTL+ nutzt, muss jetzt noch nicht handeln. Es lohnt sich aber, vor neuen Vertragsentscheidungen auf Anfang August zu achten. Erst dann dürfte klar werden, ob es Kombiangebote gibt, ob Sport und Unterhaltung neu gebündelt werden und ob bestimmte Inhalte leichter über mehrere Dienste erreichbar sind. Dann dürfte auch klar sein, wie es mit bestehenden Verträgen weitergeht.

Warum der Deal für RTL wichtig ist
RTL und Sky kommen laut Schmitter zusammen auf 12,4 Millionen Abonnenten. Damit entsteht ein nationales Gegengewicht zu den US-Plattformen Netflix, Amazon und HBO Max. RTL will mit der neuen Plattform unabhängiger vom schwachen Werbemarkt werden. Schmitter sagt, zum Start kämen ungefähr 50 Prozent der Einnahmen aus Abos und 50 Prozent aus Werbung.
Für Zuschauer kann diese neue Größe zwei Folgen haben. Positiv wäre, wenn Inhalte besser gebündelt werden. Also etwa Sport, Serien, Shows und Reality-Formate in übersichtlicheren Paketen. Problematisch wäre es, wenn Pakete unklarer werden oder Nutzer für einzelne Inhalte mehr buchen müssen als bisher. Erste Infos, welche Fußballspiele künftig wo laufen sollen, hatte RTL schon vor wenigen Wochen bekanntgegeben.
RTL spricht außerdem von Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro über drei Jahre. Gemeint sind Einsparungen und Effizienzgewinne, etwa bei Technik, Verträgen, Standorten und Doppelstrukturen. Für Kunden ist dabei weniger die Konzernrechnung entscheidend. Wichtiger ist, ob sich diese Einsparungen auf Angebot, Service oder Inhalte auswirken. Dazu gibt es bisher keine klare Aussage.
Was Kunden jetzt wissen müssen
Für Sky-Kunden bleibt eine Frage besonders wichtig: Wird das Angebot besser oder nur anders verpackt? Schmitter betont den Wert lokaler Inhalte. Er nennt Bundesliga, 2. Bundesliga, die Nationalmannschaft (bei RTL), Reality-Formate und Soaps als Stärken. US-Serien und –Filme bleiben ihm zufolge zwar wichtig, doch RTL sieht den größten Vorteil klar bei deutschen Inhalten und Sport.
Damit zeichnet sich eine Richtung ab. RTL will offenbar nicht nur internationale Serien einkaufen, sondern vor allem eigene Reichweite und deutsche Inhalte stärker ausspielen. Das ist insofern logisch, als die meisten US-Inhalte inzwischen bei entsprechenden US-Plattformen laufen.
