Diesen teuren Fehler machen viele

Diesen teuren Fehler machen viele

Irgendwo zwischen Unterhose und Handtuchstapel liegt bei vielen Deutschen ein Notgroschen in Scheinen. Mal aus Sorge vor einem Blackout, den selbst die EU-Kommission für ein realistisches Krisenszenario hält. Mal, weil das Kartenterminal wieder beschlossen hat, den Feierabend früher einzuläuten, wie beim bundesweiten Ausfall 2024. Die Rechnung dahinter klingt einfach: Bargeld unter der Matratze kann niemand hacken, sperren oder einfrieren. Was viele dabei übersehen, sitzt weder in Berlin noch in Brüssel, sondern im Kleingedruckten der eigenen Hausratversicherung.

Wie viel Bargeld tatsächlich zu Hause liegt

Wie viel Geld in deutschen Schränken und Schubladen verschwindet, weiß niemand genau. Die beste Annäherung liefert die Deutsche Bundesbank. Nach ihrer Erhebung bewahrten Privatpersonen durchschnittlich 1.364 Euro zu Hause oder im Schließfach auf. Die Zahl stammt aus dem Jahr 2018, eine vergleichbare neuere Erhebung gibt es bislang nicht.

Zum Vergleich: Im Portemonnaie tragen die Deutschen durchschnittlich gut 100 Euro mit sich herum. Das ist mehr als in jedem anderen Land der Eurozone.

Der Haken, den viele erst im Schadensfall entdecken

Der Staat interessiert sich nicht dafür, wie viele Scheine im Kleiderschrank liegen. Eine gesetzliche Obergrenze oder Meldepflicht gibt es nicht. Die Hausratversicherung ist allerdings deutlich kleinlicher.

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Kommt es zu einem Einbruch, Brand oder Wasserschaden, ersetzen viele Policen Bargeld nur bis zu einer Grenze von 1.000 bis 2.000 Euro, je nach Vertrag. Wer mehr zu Hause lagert, bleibt auf der Differenz sitzen. Ganz gleich, ob das Geld gestohlen wurde oder nach einem Rohrbruch nur noch als Papierbrei existiert.

Eine Ausnahme gibt es: Wer sein Bargeld in einem fest verankerten Wandtresor aufbewahrt, kann je nach Vertrag deutlich höhere Summen versichern.

Wenn das Geld wieder aufs Konto soll

Manche horten Bargeld jahrelang und bringen es irgendwann doch zur Bank zurück. Spätestens ab einer Einzahlung von mehr als 10.000 Euro kann ein Herkunftsnachweis verlangt werden. Das gehört schon heute zur Geldwäscheprävention und hat mit den kommenden EU-Regeln zunächst nichts zu tun.

Die nächste Bargeld-Regel kommt trotzdem

Ab Juli 2027 gilt zusätzlich die EU-Geldwäscheverordnung. Sie begrenzt Barzahlungen im geschäftlichen Verkehr auf 10.000 Euro. Gemeint sind Käufe beim Händler oder Handwerker, nicht das Geld im eigenen Kleiderschrank oder private Geschäfte zwischen zwei Personen.

Auch unabhängig von den neuen Vorschriften ist Bargeld längst nicht mehr so anonym, wie viele glauben. Schon heute werden Barzahlungen häufiger dokumentiert als noch vor einigen Jahren.

Das größte Risiko trägt keinen EU-Stern

Viele legen Bargeld zu Hause zurück, weil sie sich gegen den Staat absichern wollen. Tatsächlich sichern sie sich oft gegen das falsche Risiko ab. Zwischen Unterhose und Handtuchstapel fühlt sich das Geld sicher an. Tatsächlich ist es dort häufig schlechter geschützt als auf dem Konto. Nicht wegen Berlin. Nicht wegen Brüssel. Sondern wegen einer Versicherung, deren Kleingedrucktes kaum jemand liest, solange der Kleiderschrank trocken bleibt.

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  • Sou criador do MdroidTech, especialista em tecnologia, aplicativos, jogos e tendências do mundo digital. Com anos de experiência testando dispositivos e softwares, compartilha análises, tutoriais e notícias para ajudar usuários a aproveitarem ao máximo seus aparelhos. Apaixonado por inovação, mantém o compromisso de entregar conteúdo original, confiável e fácil de entender