Viele machen diesen Fehler und merken es nie

Viele machen diesen Fehler und merken es nie

Der erste Urlaubstag hat seinen eigenen Erschöpfungszustand. Der Flug liegt hinter einem, der Koffer ist schwer, die Lobby ist zu hell, und eigentlich will man nur noch den Zimmerschlüssel. Genau in diesem Moment schiebt einem das Kartenterminal eine Entscheidung hin, die aussieht wie eine reine Formalität.

Zwei Zahlen auf dem Display. Ein Button in Euro, einer in der Landeswährung. Die meisten Reisenden, die mit Karte zahlen, treffen diese Entscheidung schneller, als sie ihren PIN eintippen. Und erstaunlich viele treffen sie falsch.

Mit Karte zahlen: Die Rezeption in Polen

So ging es auch unserem Chefredakteur, kürzlich in einem Hotel in Polen. Den Zimmerpreis hatte er noch ungefähr im Kopf. Er wollte mit Karte zahlen. Das Terminal bot ihm eine vertraute Summe von rund 198 Euro an. Daneben standen 833,50 Złoty. Eine Zahl, mit der sich nach einem langen Reisetag niemand freiwillig im Kopf an einen Wechselkurs von etwas über vier zu eins heranrechnet.

Der Reflex ist nachvollziehbar: Man nimmt die Zahl, die man versteht. Die Hand war schon auf dem Weg zum Display, als die Mitarbeiterin an der Rezeption dazwischenkam. „Immer in Złoty zahlen.“ Nicht als Empfehlung, sondern eher wie eine Regel. Er folgte ihr, ohne genau zu wissen, warum. Erst Wochen später wurde beim Lesen eines Reddit-Threads klar, weshalb sie so bestimmt gewesen war.

Die Rechnung, die niemand zeigt

Die Wahrheit hinter den zwei Zahlen ist einfach. Hätte er auf die Euro-Option getippt, wären rund 198 Euro von seiner Karte abgebucht worden. Weil er stattdessen 833,50 Złoty auswählte, übernahm seine Bank die Umrechnung zum aktuellen Wechselkurs. Am Ende wurden 191,72 Euro belastet. Gut sechs Euro Unterschied. Für dieselbe Hotelrechnung. Nur weil ein anderer Knopf gedrückt wurde.

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Bei einer einzelnen Hotelübernachtung wirkt das nach Kleingeld. Auf eine ganze Reise mit Restaurantbesuchen, Tankstopps oder Einkäufen summiert sich daraus aber schnell ein Betrag, für den man am Ende noch eine zusätzliche Übernachtung oder mehrere gute Abendessen bezahlen könnte. Bezahlt wird dieser Aufpreis an ein Kartenterminal, ohne dass irgendwo eine Gebühr auftaucht, die auch so heißt.

Warum fast jeder darauf hereinfällt

Der Trick funktioniert nicht, weil Reisende schlecht rechnen können. Er funktioniert, weil das Terminal Vertrautheit verkauft. Wer mit Karte zahlt, dem erscheint die Zahl in Euro sicher. Man weiß sofort, was bezahlt wird. Die fremde Landeswährung fühlt sich dagegen wie ein kleines Risiko an, obwohl sie in den meisten Fällen die günstigere Wahl ist. Genau auf diesen Reflex setzt das System.

Wer daran verdient

Der Mechanismus dahinter heißt Dynamic Currency Conversion (DCC). Wählt der Kunde beim Bezahlen mit Karte am Terminal die Euro-Anzeige, übernimmt nicht mehr die eigene Bank die Umrechnung, sondern der Zahlungsdienstleister hinter dem Terminal. Der verwendet seinen eigenen Wechselkurs und schlägt darauf häufig fünf bis zehn Prozent auf.

Der Wechselkurs wird also nicht schlechter, weil sich der Devisenmarkt plötzlich bewegt hätte. Sondern weil jemand an der Umrechnung verdienen möchte. Und von diesem Aufschlag profitieren vor allem Zahlungsdienstleister und teilweise auch Händler, die am Verfahren beteiligt sind.

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Wer stattdessen in der Landeswährung bezahlt, überlässt die Umrechnung seiner Bank oder dem Kartennetzwerk. Die orientieren sich meist am Interbankenkurs und verlangen, wenn überhaupt, nur einen vergleichsweise kleinen Aufschlag. Eine Auslandseinsatzgebühr der eigenen Bank kann zwar zusätzlich anfallen. Sie fällt aber in den meisten Fällen deutlich niedriger aus als der Aufpreis durch DCC.

Zahlen mit Karte: Danke, EU

Dass dieser Unterschied heute überhaupt sichtbar wird, ist einer EU-Regelung zu verdanken. Seit 2020 müssen Terminals bei solchen Umrechnungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums den Aufschlag gegenüber dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank als Prozentwert anzeigen.

Es ist keine besonders spektakuläre Vorschrift. Wahrscheinlich kennt sie außerhalb von Zahlungsdienstleistern kaum jemand. Aber genau diese kleine Prozentzahl auf dem Display verrät oft, dass die vermeintlich bequeme Euro-Option beim Zahlen mit Karte die teurere ist.

Deshalb lautet die wichtigste Regel für den Urlaub: Immer Landeswährung wählen. Auch wenn die Zahl auf dem Display zunächst nichts sagt. Denn wer im Ausland in Euro bezahlt, kauft oft nicht mehr Sicherheit. Sondern einfach nur einen schlechteren Wechselkurs.

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  • Sou criador do MdroidTech, especialista em tecnologia, aplicativos, jogos e tendências do mundo digital. Com anos de experiência testando dispositivos e softwares, compartilha análises, tutoriais e notícias para ajudar usuários a aproveitarem ao máximo seus aparelhos. Apaixonado por inovação, mantém o compromisso de entregar conteúdo original, confiável e fácil de entender