In diesem Test widmen wir uns der Midea V3. Die Waschmaschine ist bei Amazon immer wieder für unter 400 Euro zu haben und die Marke Midea war zuletzt verlässlich unter den beliebtesten Maschinen beim Online-Giganten (und hier in der Regel auch die günstigste in der Top 5). Getestet wird die Variante mit 10-Kilogramm-Trommel. Also ein richtig großes Gerät für Familien und alle, bei denen stets viel Wäsche anfällt. Wie meistert die Maschine den Alltag?
Die Ausgangslage: Warum die Midea V3?
Im Mehrfamilienhaus mit gemeinsamem Waschkeller muss es für mich eine simple Waschmaschine sein, die große Mengen schlucken kann, damit der Weg in den Keller nicht zu oft für kleine Wäschehügel getan werden muss. Gleichzeitig muss die Maschine nicht „smart“ sein. Internetzugang gibt’s nämlich erst gar nicht.
Die Midea V3 verspricht hier genau das: Pragmatismus, einfache Funktion und vor allem: eine große Trommel mit Platz für 10 Kilogramm an Wäsche. Es gibt auch eine 8-kg-Variante. Die kostet sogar mitunter weniger als 300 Euro.

Der Hersteller lässt es sich natürlich auch nicht nehmen, die Energieeffizienz zu unterstreichen. Demnach ist die V3 um 10 Prozent effizienter(!), als es für das beste Rating (A) braucht. Man nennt hier also selbstbewusst „A -10%“. Ein Waschgang soll nur 17 Cent kosten (0,462 kWh je Zyklus). Das ist stark, geht der Volksmund gemeinhin doch von 30 bis 50 Cent aus, also mitunter mehr als dem Doppelten. Abhängig ist dies natürlich vom Umstand des Waschgangs und insbesondere von den Stromkosten, sodass hier immer nur gemittelt wird und die tatsächlichen Kosten individuell unterschiedlich sind.
Top-Verarbeitung: Das ist der Eindruck
Die über 60 Kilogramm schwere Maschine kommt einfach verpackt und ist „leicht“ (angesichts des Gewichts) zu installieren. Transportsperren rausdrehen, Schläuche anbringen, einstecken, fertig. Das ist durchdacht und gut.
Die gesamte Maschine ist wirklich hervorragend verarbeitet. Klassisch „weiße Ware“, aber da, wo es zählt, hat Midea auf Details geachtet. So kommt beim Wasser-Anschlussschräubchen, der „Muffe“, Metall zum Einsatz, wo viele Konkurrenten auf Plastik setzen. Das sorgt zusätzlich für ein gutes, stabiles Gefühl.

Die Programmeinstellung ist klassisch per Drehknopf gelöst, für die Untereinstellungen (Temperatur, Schleuder-Tempo, Wasserstand, Zeiteinstellungen, usw.) sind hybride Touch-Knöpfe angebracht. Die reagieren auf Druck, sind aber eben nicht digital.


Zeit- und Programmanzeige werden auf dem großen minimalistischen Display dargestellt. Die Genauigkeit der Zeitangaben ist waschmaschinentypisch auf ± 10 Minuten ungenau. Das ist im Rahmen, grobe Ausreißer konnte ich im Test nicht ausmachen. Wer sich einen exakten Wecker aufs das angezeigte Ende stellt, kann aber schon mal „4 Minuten“ erleben, die am Ende 10 Minuten dauern.
Midea V3: Eine Waschmaschine, die macht, was sie soll
So simpel, wie wichtig: Die Maschine tut, was sie soll. Ohne Schnickschnack, ohne komplexe Bedienzüge reden wir hier von einer Waschmaschine, die ihre Bezeichnung verdient.
Sie ist im Normalbetrieb (Waschen, nicht Schleudern) flüsterleise und auch im Schleudergang vergleichsweise leise (72 dB) unterwegs. Das macht sie ebenso aufstellfähig in der Wohnung. Dazu ist sie ausgezeichnet gedämmt. Hier vibriert also nicht mehr als nötig bei 1.400 U/min.
Bei den Programmen ist von Ultrakurz (15 Minuten) bis Spezialfunktionen für Wolle (samt „Woolmark“-Zertifizierung), „Health-Guard“ für Hygiene-Extras oder Sportklamotten alles dabei. Mein Favorit im Test: die klassische Mischwäsche. Bei 1:30 h bleibt die Wäsche in überschaubarer Zeit geschont und farbecht, wird aber rein und sauber. Der Schleudergang treibt zudem alles an Wasser raus, was tropfen könnte.
Und wo könnte es besser sein?
Die manchmal ungenaue Zeitangabe – geschenkt. Bei ein paar Sachen findet man das Haar in der Suppe. Die Timer-Funktion („Fertig in…“) ist nicht direkt über die Funktionstasten erreichbar, sondern erst über den zweiten Layer, indem man die vorgesehene Taste („Wasserstand“) für 3 Sekunden drücken muss. Ich selbst nutze die Zeit-Einstell-Funktion deutlich häufiger als die Einstellung Wasserstand. Gleiches gilt fürs Nachlegen (langes Drücken der Pause/Start-Taste – andere Modelle aktivieren die Nachlege-Funktion automatisch beim Betätigen der Pause-Taste). Aus dem scheinbaren Malus wird aber auch ein Vorteil, wenn man es aus Sicherheits-Perspektive betrachtet. Diese Funktionsweise stellt eine simple Kindersicherung dar.
Die Materialwahl von dunkelgrauem, fast schwarzem Gummi bei der Türdichtung ist gegebenenfalls ebenfalls kritikwürdig. Anders als bei hellerem Gummi werden Ablagerungen oder gar Schimmel im Falle des Falls später und schwerer erkannt. Sollte durch die antibakterielle Materialwahl nicht passieren, der Eindruck bleibt jedoch.
Fazit zur Midea V3 (10 kg) Waschmaschine: Zurecht Preis-Leistungs-Tipp
Die Midea V3 Waschmaschine ist eine Top-Empfehlung für alle, die eine günstigere, aber gute Waschmaschine für große Wäscheberge suchen. Mit 10 Kilogramm Fassungsvermögen, einer guten Programmvielfalt und Nebeneffekten, wie einer hervorragenden Verarbeitung sowie leisem und vibrationsarmem Betrieb, ist sie sowohl für Waschküchen als auch als aufgestellte Maschine in der Wohnung absolut nutzbar.
In den Amazon-Bestseller-Listen zu Waschmaschinen belegt die Maschine einen Top-Platz, umringt von ähnlich ausgestatteten, aber ein gutes Stück teureren Maschinen. Ein klassischer Fall von Preis-Leistungs-Tipp!
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