Kosteneffiziente Lösung für gewerbliche Bike-Sharing-Flotten

Kosteneffiziente Lösung für gewerbliche Bike-Sharing-Flotten

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Im Mittelpunkt der Messe in der Arena Berlin steht das neue Modell N2. Es ist ein 24-Zoll-E-Bike für gewerbliche Sharing-Flotten. NAVEE richtet sich damit an gewerbliche Bike-Sharing-Plattformen, die die Räder dann auf die Straße bringen. Dann kannst du sie fahren. NAVEE ist derzeit in Deutschland unter anderem mit E-Scootern am Markt und beliefert hier unter anderem den Verleihdienst Voi. Ob und wann das neue Rad bei einem bekannten Anbieter in Deutschland auftaucht, bleibt offen.

Das N2 soll besser in den Sharing-Alltag passen

NAVEE-Europa-Chef Kaiyu Gu stellte das N2 in Berlin als Antwort auf mehrere Probleme des Sharing-Marktes vor. Städte achten stärker auf Sicherheit und ordentlich abgestellte Fahrzeuge. Betreiber wollen Wartung und Betrieb günstiger machen. Nutzer erwarten ein stabiles und angenehmes Rad.

Das N2 basiert laut NAVEE auf einer 24-Zoll-Plattform. Damit liegt es zwischen kompakten E-Bikes mit 20-Zoll-Rädern und größeren Modellen mit 26-Zoll-Rädern. Die kleinere Bauform soll das Rad wendiger machen und das Parken vereinfachen. Zugleich verspricht NAVEE ein komfortables Fahrverhalten auf unterschiedlichen Straßenbelägen. „Die Zukunft der Sharing-Mobilität besteht nicht darin, einfach mehr Fahrzeuge zu bauen. Es geht darum, intelligente Lösungen für unsere Partner und Betreiber zu schaffen“, so Gu bei der Präsentation des neuen E-Bikes in der Arena Berlin.

Ein gemeinsamer Akku soll Kosten senken

NAVEE-Europa-Chef Kaiyu Gu stellte das N2 in Berlin vor
NAVEE-Europa-Chef Kaiyu Gu stellte das N2 in Berlin vor Image source: NAVEE

Das N2 sei als komfortorientiertes Sharing-E-Bike für den Stadteinsatz konzipiert. Laut NAVEE hat es einen Akku mit 48V 24Ah, eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern.

Ein wichtiger Punkt des N2 betrifft den Betrieb. Gu nennt das Konzept „Ein Akku, niedrigere TCO“. TCO steht für Total Cost of Ownership, also alle Kosten eines Fahrzeugs über seine Einsatzdauer. Dazu zählen Kaufpreis, Wartung, Ersatzteile, Laden und Ausfälle. Denn der Akku des N2 kann auch in weiteren Fahrzeugen des eigenen Sharing-Systems verwendet werden, darunter E-Scooter. Betreiber könnten damit Ladeinfrastruktur und Ersatzteilhaltung vereinfachen. Außerdem sind Fahrzeuge damit schneller wieder einsatzbereit.

Besonders weit geht NAVEE bei der Wirtschaftlichkeit. „Break-even innerhalb von 120 Tagen. Das ist keine Marktprognose, sondern ergibt sich direkt aus unserer Kostenstruktur“, sagte Gu. Gemeint ist, dass das Rad seine Kosten nach 120 Tagen eingespielt haben soll. Gegenüber den Medien wurde das N2 ebenfalls als Fahrzeug für einen schnellen wirtschaftlichen Einsatz in größeren Flotten bezeichnet.

Welche Bedeutung hat das N2 für NAVEE?

Wir haben auf der Micromobility Europe dazu auch mit NAVEE-Vertriebschef Yen Hsu gesprochen.

NAVEE Vertriebschef Yan Hsu
NAVEE Vertriebschef Yan Hsu Image source: NAVEE

inside digital: Was ist das wichtigste Merkmal des neuen E-Bikes N2?

Yen Hsu: Wir sehen im Wesentlichen zwei Arten von E-Bikes: große E-Bikes, die häufig mit 26-Zoll-Rädern ausgestattet sind, und kleinere E-Bikes mit 20-Zoll-Rädern, die aus unserer Sicht künftig stärker an Bedeutung gewinnen werden. Wir wollten ein Produkt entwickeln, das zwischen diesen beiden Kategorien liegt. Deshalb haben wir das N2 mit 24-Zoll-Rädern entwickelt. Gleichzeitig bietet es einen Fahrkomfort, der mit einem 26-Zoll-Fahrrad vergleichbar ist, während wir uns bei den Kosten stärker in Richtung eines 20-Zoll-Modells bewegen.

inside digital: Was wurde am N2 zusätzlich verbessert?

Yen Hsu: Wir haben das Batteriefach verbessert. Der Batteriewechsel geht schneller, und das Fach ist besser für unterschiedliche Wetterbedingungen geeignet. Wir haben eine zusätzliche Abdeckung integriert, die vor Rost und Wasserschäden schützen soll. In diesem neuen Batteriefach können sowohl neue Batterien als auch unsere bestehenden Batterien eingesetzt werden.

inside digital: Mit welchen Unternehmen arbeiten Sie zusammen, wie sieht Ihr langfristiges Engagement im Markt aus und was unterscheidet Sie von den Wettbewerbern?

Yen Hsu: Wir arbeiten bereits mit führenden Kunden der Branche zusammen. Wir versuchen kontinuierlich, die Gesamtbetriebskosten zu verbessern. Das ist aus meiner Sicht eines der wichtigsten Themen, über die wir hier sprechen sollten. Denn alle Betreiber versuchen, ihre Kosten zu senken, weil die Arbeitskosten in Europa sehr hoch sind. Deshalb arbeiten wir daran, die Fahrzeugkosten zu reduzieren und die Fahrzeuge günstiger zu machen. Außerdem versuchen wir, die Zahl der Ersatzteile zu verringern, damit Austausch und Wartung für die Betreiber einfacher werden. Ein weiterer, besonders wichtiger Punkt ist unsere Batterie. Unsere Batterie hält länger als die unserer Wettbewerber. Im Standby-Modus kann unser Fahrzeug bis zu 110 Tage betriebsbereit bleiben.

NAVEE hat einen der größten Stände auf der Micromobility Europe
NAVEE hat einen der größten Stände auf der Micromobility Europe Image source: Thorsten Neuhetzki / inside digital

inside digital: Werden E-Bikes künftig wichtiger als E-Scooter?

Yen Hsu: Für die Zukunft erwarten wir eine Verschiebung vom E-Scooter hin zum E-Bike. Der Grund ist, dass die Kosten für E-Bikes sinken. Wenn wir ein E-Bike zu denselben Kosten produzieren können wie einen E-Scooter, stellt sich für Betreiber die Frage, warum sie nicht mehr E-Bikes kaufen sollten. Gleichzeitig geben E-Bikes vielen Nutzern beim Fahren mehr Vertrauen und vermitteln unterschiedlichen Nutzergruppen ein größeres Sicherheitsgefühl. Und sie sind auch stärker akzeptiert.

inside digital: In Berlin und anderen Großstädten sorgen falsch abgestellte E-Scooter und E-Bikes immer wieder für Ärger. Was kann die Branche dagegen tun?

Yen Hsu: Das ist ein sehr großes Thema. Ich glaube nicht, dass es dafür eine einfache Lösung gibt. Die Betreiber könnten über ihre Apps bestimmte Parkflächen festlegen. Die Stadt oder die Regulierungsbehörden müssen geeignete Stellflächen schaffen. Und auch die Nutzer müssen sich verantwortungsvoll verhalten. Wenn sich eine Seite nicht verantwortungsvoll verhält, können wir als Hersteller allein kaum etwas ausrichten.

inside digital: Welche Entwicklung macht Ihnen dabei Sorgen?

Yen Hsu: Neue Ausschreibungen von Städten verlangen immer mehr feste Abstellstrukturen, also Dockingstationen mit oder ohne Ladefunktion. Solche Vorgaben verursachen zusätzliche Kosten für Betreiber. Wenn sich dieses Modell stärker durchsetzt, können wir E-Bikes möglicherweise nicht mehr zu ähnlichen Kosten produzieren wie E-Scooter.

Autor

  • Sou criador do MdroidTech, especialista em tecnologia, aplicativos, jogos e tendências do mundo digital. Com anos de experiência testando dispositivos e softwares, compartilha análises, tutoriais e notícias para ajudar usuários a aproveitarem ao máximo seus aparelhos. Apaixonado por inovação, mantém o compromisso de entregar conteúdo original, confiável e fácil de entender