Mit diesen Kosten musst du rechnen

Mit diesen Kosten musst du rechnen

Mähroboter arbeiten autonom, leise und regelmäßig. Doch wie viel Strom verbrauchen die smarten Gartenhelfer eigentlich? Ich habe die Akkudaten von drei getesteten Modellen aus unterschiedlichen Preisklassen unter die Lupe genommen und verrate dir, mit welchen Stromkosten du pro Saison etwa rechnen musst.

So setzt sich der Stromverbrauch bei Mährobotern zusammen 

Der Stromverbrauch eines Mähroboters hängt von drei Faktoren ab: der Akkukapazität, der Anzahl der Ladezyklen pro Saison und dem Standby-Verbrauch der Ladestation. Je größer dein Garten, desto häufiger muss der Roboter Boxenstopps einlegen. Somit erhöht sich auch der Jahresverbrauch. Hinzu kommt, dass die Ladestation auch dann Strom zieht, wenn der Roboter pausiert. Je nach Modell kommen so 0,5 bis 2 Watt Dauerlast zusammen.

Drei Beispiel-Mähroboter mit drei unterschiedlichen Konzepten 

Um den Stromverbrauch greifbar zu machen, habe ich drei Mähroboter mit unterschiedlichen Akku- und Ladestrategien als Beispiele genommen, die ich kürzlich getestet habe.

1. Beispiel: Mammotion Luba mini 2 AWD – der Ausdauerläufer

Im Mammotion Luba mini 2 AWD (Test) steckt ein 21,6-V-Akku mit 6,1 Ah unter der Haube. Das ergibt rund 132 Wh pro Ladung. Mit einer Akkulaufzeit von 150 Minuten schafft er circa 430 m² pro Ladung, was ein solider Wert für seine Preisklasse ist. Allerdings benötigt auch der Ladevorgang 150 Minuten. Die Strategie ist klar: lange mähen, lange laden.

Mammotion Luba mini 2 AWD
Mammotion Luba mini 2 AWD Image source: Thomas Kern / inside digital

Für seinen Mähmotor gibt Mammotion 88 Watt an. Bei einem 1.000-m²-Garten, der zweimal pro Woche gemäht wird, braucht der Luba pro Durchgang etwa 2,3 Ladezyklen. Über eine Mähsaison von 30 Wochen (März bis Oktober) summiert sich das auf rund 140 Ladezyklen. Der reine Mähstromverbrauch liegt damit bei circa 18 kWh pro Jahr.

2. Beispiel: Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro – der Schnelllader

Der Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro (Test) geht einen anderen Weg. Ecovacs setzt auf eine 32,4-V-Plattform mit einem vergleichsweise kleinen Akku von nur 3 Ah. Das ergibt rund 97 Wh pro Ladung, also deutlich weniger als bei der Konkurrenz. Dafür lädt der Roboter dank 113,4-Watt-Schnellladung in nur 50 Minuten komplett auf. Die Idee dahinter: häufiger laden, dafür kürzere Standzeiten und ein leichterer Roboter.

Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro
Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro beim Mähen Image source: Thomas Kern / inside digital

Für die angegebene Fläche von 1.600 m² benötigt der Goat laut Ecovacs bis zu acht Stunden inklusive Ladezyklen. Bei rund 400 m² pro Akkuladung braucht er für einen 1.600-m²-Garten vier Ladezyklen pro Durchgang. Bei zweimaligem Mähen pro Woche über 30 Wochen summiert sich das auf rund 240 Ladezyklen pro Saison. Der reine Mähstromverbrauch liegt damit bei circa 23 kWh pro Jahr. Demnach also nur geringfügig über dem Mammotion-Modell.

3. Beispiel: Navimow X420 – der Koloss für große Gärten

Der Navimow X420 (Test) spielt in einer anderen Liga. Er ist für Gärten bis 2.000 m² ausgelegt, wiegt stolze 28,8 kg und bietet mit zwei Mähtellern eine Schnittbreite von 43 cm. Pro Akkuladung schafft er nach Angaben des Herstellers 675 m². Der Ladevorgang dauert 80 Minuten. Somit ein guter Kompromiss aus Akkugröße und Ladegeschwindigkeit.

Navimow X420 in der Station
Navimow X420 in der Station Image source: Thomas Kern / inside digital

Für einen 2.000-m²-Garten braucht der X420 drei Ladezyklen pro Durchgang. Bei zweimaligem Mähen pro Woche sind das rund 180 Zyklen pro Saison. Der geschätzte Jahresverbrauch liegt bei circa 29 kWh. Das ist der höchste Wert im Vergleich, was bei der doppelt so großen Fläche allerdings nicht überraschend ist.

Was kostet der Strom pro Jahr? 

Rechnen wir mit einem Strompreis von 35 Cent pro kWh und einer Saison von 30 Wochen, ergeben sich folgende Zahlen, die ich in der folgenden Tabelle zusammengefasst habe.

Modell Akku (Wh) Maximale Fläche Ladezyklen/Saison Mähstrom/Jahr Kosten/Jahr
Mammotion Luba 2 mini AWD ~132 Wh 1.000 m² ~140 ~18 kWh ~6,30 €
Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro ~97 Wh 1.600 m² ~240 ~23 kWh ~8,05 €
Navimow X420 ~160 Wh 2.000 m² ~180 ~29 kWh ~10,15 €

Zum reinen Mähstromverbrauch kommt dann noch der Standby-Verbrauch der Ladestation. Je nach Modell liegt der bei rund 5 bis 15 Wh pro Tag. Über die Saison summiert sich das auf weitere
1 bis 3 kWh. Somit kommen 0,35 bis 1,05 Euro oben drauf.

Einordnung: Günstiger als jede Alternative 

Selbst der für große Gärten ausgelegte Navimow X420 kostet dich pro Saison gerade mal rund 11 Euro an Strom, inklusive Stand-by. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Kühlschrank verbraucht 100 bis 150 kWh im Jahr und kostet dich 35 bis 50 Euro. Ein kabelgebundener Elektro-Rasenmäher zieht typischerweise 1.000 bis 1.800 Watt und läuft pro Mähvorgang 30 bis 60 Minuten. Pro Saison kommst du damit schnell auf 30 bis 50 kWh und musst natürlich die Arbeit selbst erledigen.

Schnellladen vs. großer Akku: Was ist effizienter? 

Der Vergleich zwischen dem Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro und dem Mammotion Luba mini 2 AWD zeigt zwei gegensätzliche Philosophien. Mammotion setzt auf einen großen Akku mit langer Laufzeit. Der Vorteil hier sind weniger Ladezyklen, was den Akku langfristig schont.

Der Nachteil: Wenn der Akku leer ist, steht der Gartenroboter zweieinhalb Stunden in der Station. Ecovacs dreht das Verhältnis um. Der kleine Akku ist schnell wieder voll und der Roboter flott zurück auf dem Rasen. Dafür durchläuft er in einer Saison aber auch fast doppelt so viele Ladezyklen.

Lithium-Ionen-Akkus vertragen typischerweise 500 bis 1.000 volle Ladezyklen, bevor die Nutzkapazität sinkt. Bei 240 Zyklen pro Saison hält der Ecovacs-Akku rechnerisch zwei bis vier Saisons, beim Mammotion sind es mit 140 Zyklen eher drei bis sieben. Beim reinen Stromverbrauch nehmen sich beide Ansätze wenig. Die entscheidende Frage ist, wie schnell der Akku des Geräts altert.

Zwischen dem sparsamsten und dem verbrauchsstärksten Modell des Vergleichs liegen gerade einmal 4 Euro pro Saison. Um den Akku zu schonen, solltest du auf ein intelligentes Batteriemanagement achten. Mammotion ermöglicht es, auch beim Flaggschiff Luba 3 AWD (Test) beispielsweise, ein Ladelimit festzulegen, sodass der Akku nicht immer auf 100 Prozent geladen wird.

Fazit: Der Stromverbrauch von Mährobotern ist kein Kaufargument 

In Summe sind die Stromkosten eines Mähroboters geringer als erwartet. Ob du 1.000 oder 2.000 m² mähst, ob dein Roboter auf Schnellladung oder große Akkus setzt: Die Stromrechnung bleibt im Normalfall ein- bis zweistellig pro Saison. Bei 7 bis 11 Euro im Jahr ist der Strom der mit Abstand geringste Kostenfaktor im Betrieb eines Mähroboters. Die Mehrkosten entstehen durch den Kauf von Ersatzklingen und einem potenziellen Akkutausch.

Mähteller des Mammotion Luba mini 2 AWD und Ecovacs Goat A1600 Lidar Pro

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  • Sou criador do MdroidTech, especialista em tecnologia, aplicativos, jogos e tendências do mundo digital. Com anos de experiência testando dispositivos e softwares, compartilha análises, tutoriais e notícias para ajudar usuários a aproveitarem ao máximo seus aparelhos. Apaixonado por inovação, mantém o compromisso de entregar conteúdo original, confiável e fácil de entender