Teleprompter waren früher ausschließlich im professionellen Einsatz zu finden. Dabei ist ihre Funktion auch für Social-Media-Videos, Livestreams oder sogar Online-Meetings extrem praktisch. Mit dem Elgato Prompter XL bekommst du ein Komplettset und kannst direkt starten.
Was ist überhaupt ein Teleprompter?
Ein Teleprompter projiziert mit clever angeordnetem Spiegelglas Inhalte direkt vor deine Kameralinse. Du kannst also direkt in die Kamera schauen und hast dein Skript, Notizen oder einen Livechat immer im Blick. Dafür ist der Teleprompter-Kasten mit einem Display sowie einem Loch für deine Kamera, Webcam oder dein Smartphone ausgestattet.
Das hier getestete XL-Modell eignet sich vor allem für den Einsatz mit großen Kameras wie einer Spiegelreflexkamera oder einer spiegellosen Kamera mit Wechselobjektiv. Filmst du mit dem Smartphone, einer Webcam oder einer Actioncam, bietet sich die kleinere Variante des Elgato Prompters an.

Aufbau und erster Eindruck
Ich habe zuvor schon mit Telepromptern gearbeitet, aber stand noch nie vor der Herausforderung, einen aufzubauen. Doch mit dem Elgato Prompter XL gestaltete sich das zum Glück sehr einfach. Der Prompter ist in wenigen Handgriffen zusammengesteckt und wird nun mit einem Standard-Gewinde auf einem Stativ befestigt. Auf einer mitgelieferten Halterung montiert man jetzt die Kamera direkt am Teleprompter. Ein zusätzliches Stativ wird nicht benötigt.
Damit kein Licht zwischen Teleprompter und Kameralinse kommt, liegen mehrere Einsätze für verschiedene Objektivgrößen dabei. Auch eine flexible Variante ist dabei, sollte es keine passende Lösung für deine Kamera geben. Fehlt nur noch das Display. Dieses steckt man einfach magnetisch unten an den Prompter und verbindet es mit einem einzigen USB-C-Kabel für Daten und Strom mit dem Notebook.

Elgato Prompter im Test
Um das volle Potenzial auszuschöpfen, benötigt man die kostenlose Camera Hub Software von Elgato auf seinem Computer. Hier kann man seine Skripte erstellen und anschließend genau wählen, in welcher Größe und an welcher Position der Text vor der Kamera erscheinen soll.
In einer professionellen Produktion gibt es meistens jemanden im Hintergrund, der den Teleprompter bedient, also passend zum Gesprochenen weiterscrollt. Beim Filmen zu Hause fehlt diese Person. Also bietet Elgato gleich drei Möglichkeiten, wie man den Text selbst steuern kann.
Einmal kann man ganz klassisch die Scrollgeschwindigkeit festlegen und an die eigene Sprechgeschwindigkeit anpassen. Das erfordert etwas Übung, funktioniert aber nach kurzem Training ziemlich gut. Alternativ kann die Software am PC jedoch auch zuhören und mit Voice Sync das Skript ganz automatisch deiner Sprechgeschwindigkeit anpassen. Dabei pausiert der Text sogar automatisch, solltest du eine Pause machen oder vom Skript abweichen. Als dritte Möglichkeit bietet Elgato Fußpedale für den Teleprompter an. Mit diesen kannst du den Text vor- und zurückscrollen, wie du es gerade brauchst. Über die Software lassen sich die Pedale auch mit anderen Aktionen wie beispielsweise dem schnellen Umschalten zwischen Livestream und Notizen belegen.

Die Software bietet unzählige Möglichkeiten, genau die richtigen Inhalte auf den Teleprompter zu bekommen. Neben dem Skript in der eigenen Software, kannst du auch Programme von Drittanbietern nutzen, um eigene Notizen oder gar eine Videokonferenz immer im Blick zu haben. Über unzählige Plugins lässt sich die Elgato-Software zudem um zusätzliche Funktionen erweitern. Etwa um den Chat bei einem Livestream zu integrieren.
Elgato Prompter XL im Test: Mein Fazit
Ein Teleprompter ist aus den meisten Videoproduktionen nicht mehr wegzudenken. Und der Elgato Prompter XL macht es super einfach, diesen in das eigene Set-up zu integrieren. Das Gerät ist schnell aufgebaut und bietet mit seinem 15,6‑Zoll-Display genug Projektionsfläche, um nicht nur Skripte, sondern auf Wunsch ein komplettes Display anzuzeigen.
Außerdem ist die Elgato Software dauerhaft kostenlos und bietet viele spannende Zusatzfunktionen. Wenn du jedoch mit dem Smartphone oder einer kleinen Kamera wie einer Actioncam filmst, kannst du auch zum kleineren Schwestermodell, dem Elgato Prompter (ohne XL) greifen.
Preislich musst du für den Elgato Prompter XL 600 Euro einplanen. Das kleinere Modell kostet 300 Euro. Ab dem 18. Mai findet beim Hersteller zudem die „Elgato Week“ mit Rabatten von bis zu 30 Prozent auf verschiedene Produkte statt.
